Ein neues Familienmitglied

 

 

Da bin ich wieder. Jetzt sind wir im Juni 2018 und es gibt ein neues Familienmitglied. Das heißt Pablo. Pablo ist  ein schwarzer Toy- oder Zwergpudel. Ob Toy- oder Zwergpudel  ist noch nicht so ganz klar. Pudel auf jeden Fall. Frauchen meint, spätestens wenn er 1 Jahr alt ist, werden wir es wissen. Pablo ist ein Geschenk von Herrchen Christian an seine Freundin Jelena. Die Zwei wohnen in Wien. Aber sie kommen sehr oft auf Besuch. Lenny freut sich jedes Mal narrisch, wenn er Pablo sieht.

 

Ich finde ja, dass alle viel zu viel Aufsehen um den kleinen Stinker machen. Alleine, die Begrüßung meiner Zweibeiner, wenn Pablo zu Besuch kommt. Nicht auszuhalten! Schade um die Energie und die Zeit, die da vergeudet wird. Aber wie immer, mich fragt keiner. Frechheit so etwas! 

 

Als Pablo seinen Antrittsbesuch bei uns abhielt, da war auch ich mal kurz von der Rolle. Aber nicht vor Freude sondern vor Entsetzen. Da läuft doch plötzlich so eine schwarze Fellkugel auf 4 Beinen vor mir auf und ab. Und stellt euch vor, das Fellbündel pinkelt auch noch während der Begrüßung. Sicherheitshalber belle ich zu Lenny: "Pass auf, der ist undicht!" Nicht, dass sich Lenny vielleicht auch dazu äußern würde und den Frechdachs zurecht weist. Nein.  Was macht Lenny? Der freut sich so über diese kleine Nervensäge, dass ihm der Sabber nur so aus dem Gesicht läuft. Das nächste Igitt! "Na bin ich denn nur noch von undichten Kreaturen umgeben?", belle ich schon wieder. Da mischt sich dann auch noch Frauchen ein. "Also George, es reicht jetzt. Der Kleine traut sich ja gar nicht mehr in deine Richtung laufen. Sei jetzt freundlich." 

 

Statt, dass Frauchen ihm erklärt, dass es Bäume gibt, die sich freuen von uns Vierbeinern gegossen zu werden, pinkelt DER doch glatt auf die Terrassenfliesen. "Aber mir einen Vortrag halten, wenn ich beim Markieren (ich wiederhole MARKIEREN nicht pinkeln) in die Sektgläser treffe." So etwas von ungerecht! Oder bei Lenny mit dem Tierarzt drohen, wenn er im Vorzimmer mal kurz Frauchens Jacke und Herrchens Hose markiert - die Hose war allerdings Kollateralschaden. (Könnt ihr in den Geschichten "Was Lenny kann, kann ich schon lange und "Da ging er zu weit lesen"). "Na DER muss ich auch wieder mal zeigen, dass es so nicht geht", denke ich.

 

Als wir dann endlich im Haus drinnen sind, kommt dann der Höhepunkt von Frauchens Frechheiten. Pablo bekommt sein eigenes Wasserschälchen, seine eigene Futterschüssel und seinen eigenen Fressplatz. Nicht genug, dass er immer wieder von Frauchen hochgenommen wird, auf ihrem Schoß sitzen darf und von ihr abgebusselt wird. "Also jetzt ist Frauchen zu weit gegangen", kann ich da nur sagen. Na da muss ich mir etwas wirklich Nachhaltiges überlegen, denn so kann es ja nicht gehen! In Zukunft werde ich den kleinen Undichten einfach ignorieren, nehme ich mir vor. Und ich werde ganz ruhig und still sein. DIE wird schön schauen. Und ganz schnell wird DIE sich wieder ihren alten, quirligen und lustigen George zurückwünschen. Ätsch. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Elke Krumpholz (Sonntag, 14 Oktober 2018 13:32)

    Diese Geschichte ist sehr lustig und kommt mir auch bekannt vor. Pudel sind sehr eifersüchtig und beleidigt oft. Da hat man auch Spaß mit solchen Erlebnissen. LG

  • #2

    Susi Eder (Sonntag, 14 Oktober 2018 18:20)

    Ja, es wird nie langweilig!

    Liebe Grüße von �, � und der Zweibeinerin