Tsunami im Hezental

Ein freundliches Hallo im Jahr 2014!

Tja, auch das neue Jahr bringt da keine Besserung. Lenny ist und bleibt ein Elefant im Porzellanladen! Aber, eh klar – ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnt habe – ein Vizsla ist eben kein graziler Pudel!!! Aber jetzt zur Sache:

Als ich noch die Alleinherrschaft in unserem Haus und Garten hatte, stand im Vorzimmer ein wunderschöner Hundewassernapf von Hunter. Schokobraun mit beigen Punkten – ganz passend zu meinem Fell. Die Farbe natürlich, nicht die Punkte! Der Futternapf genau das Gegenstück dazu. Auf der Terrasse hatte ich einen buntgestreiften Napf, natürlich auch von Hunter. Man gönnt sich ja sonst nichts! Die Größe selbstverständlich auch passend zu mir. Dann kam Lenny und mit ihm neue Näpfe. Zwar auch von der selben Marke, aber in DER Größe gab´s die halt nur einfärbig. Und das meinem Frauchen, die sogar beim WC-Papier darauf achtet, dass es zu den Fliesen passt. Da wurde lange gustiert, bis sie endlich die Passenden gefunden hatte. Und sogar die waren in ihren Augen Kompromisslösungen. Aber mit meinen kleinen  Schüsseln ging´s halt einfach nicht. Die waren für Lenny Spielzeug. Steckte er seine Zunge nur einmal ins Wasser rein, dann war die Schüssel auch schon wieder leer. Oder er packte die Schüssel und beförderte sie quer durchs Vorzimmer. Ganz egal ob mit oder ohne Inhalt. Eigentlich hätte Frauchen ja ganz zufrieden sein müssen. In der Zeit hatten wir immer ein blitzblank aufgewaschenes Vorzimmer. Aber anscheinend weiß sie halt auch nicht genau was sie will. Na jedenfalls kaufte sie eine große Wasserschüssel. Aber die war auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Lenny schaffte es nämlich so zu trinken, dass sich das Ganze wie ein drohender Tsunami anhörte. Außerdem „bunkerte“ er hinter seinen Lefzen Wasser, um das dann quer durch das ganze Haus zu transportieren. Natürlich mit gehörigem Schwund, was man  am Fußboden erkennen konnte. Wenn dann noch einer von den Zweibeinern oder Frauchen selber da „reinlatschten“, war ihre Stimmung nicht gerade die Beste. Da legten dann nicht nur Lenny und ich die Ohren an, sondern auch meine Herrchen verschwanden blitzschnell  von den Bildfläche.

„Also so geht´s auf keinen Fall weiter, da dreh ich noch durch“, hörte ich sehr oft mein Frauchen schimpfen. Dabei bekam sie doch eh alle nur mögliche Unterstützung. Sobald einer von den Zweibeinern den drohenden Tsunami kommen hörte, stürzten sie aus ihren Zimmern, schlitterten zum Wassernapf und schnappten die bereitgelegten Handtücher um Lennys Maul zu trocknen. Der verstand natürlich immer nur Bahnhof und dachte, die kommen alle um mit ihm zu spielen. Also unterbrach er die Wasserspiele und wartete mal ab, was angesagt war. Blöd nur, dass dann auch der Zweibeiner dastand und wartete. „Lenny, hast du schon genug? Na dann, lass dir mal dein Maul abtrocknen.“ Nach der Trockenlegung machten sich meine Herrchens oder mein Frauchen dann natürlich wieder an den Rückzug. Lenny verstand die Welt nicht mehr. „Hm??? Die wollen gar nicht spielen? Na dann trink ich mal weiter.“ Schlürf, und die Sache ging wieder von vorne los. Ich hatte dabei anfangs meinen Spaß. Und damit das Ganze so richtig spektakulär wurde, untermalte ich den „Tsunamiaufmarsch“ noch mit ordentlichem Gebell.

Mittlerweile haben die das aber im Griff. Frauchen kaufte eine Wahnsinnsfutterstation! Das ist jetzt höher gelegt, wie ein Tisch. In dem sind 2 Öffnungen für die Wasser- und die Futterstation eingelassen. Die Näpfe sind aus schwerer Keramik und so groß, dass ich locker darin baden könnte. Und dadurch, dass alles höher ist, steckt Lenny auch sein Maul nicht so staubsaugerartig ins Wasser rein und kann auch nicht mehr so viel Nass hinter seinen Lefzen bunkern. Kleine Tsunamis kommen allerdings noch immer vor, aber kein Vergleich mit vorher. Und die Zweibeiner kommen jetzt nicht mehr überfallartig aus ihren Zimmern sondern warten etwas ab und kommunizieren miteinander, was dann etwa so klingt:

Lenny: „Schlürf.“ 1. Zweibeiner: „Hab´s gehört! Bin schon fast unterwegs!“ 2. Zweibeiner: „Passt! Das nächste Mal gehe ich!“

Außerdem wartet Lenny jetzt meistens ohnehin auf´s Abwischen. Blöderweise allerdings auch letzten Sommer. Normalerweise fällt der abends um und dann ist bis am nächsten Tag Ruhe. Allerdings hatten wir letzten Sommer einige Nächte, wo es auch im Haus nachts sehr warm war. Lenny hatte Durst und ging natürlich zu seinem Wassernapf. Schlürf, schlürf… „Was ist jetzt los? Keiner zu sehen, nichts rührt sich? Na dann bell ich halt mal. So geht das aber nicht. Halloooo ich warte auf´s Abwischen!!!“

Gott sei Dank hatten wir aber nur einige Nächte, die so verliefen.

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