Lasst Blumen sprechen aber quatscht sie nicht sinnlos an…

Hallo meine lieben Freunde!
Habe wieder eine lustige Geschichte für euch. Allerdings, dieses Mal muss ich etwas weiter ausholen, bei meiner Erzählung.
Also: So ca. 360 Tage im Jahr schlafe ich nachts in meinem Körbchen. Frauchen nimmt es abends immer mit ins Schlafzimmer. Dann wird es ins Bett gestellt. In die Hälfte, in der mein Frauchen schläft, in den Fußbereich. Da schlaf ich dann immer brav. Ab und zu (Frauchen meint sehr oft) werde ich dann aber morgens wach und liege auf Herrchens Bettdecke. Ich weiß gar nicht, wie das passieren kann.
Meine Theorie ist ja, dass mich Herrchen oder Frauchen nächtens aus meinem Körbchen holen, wenn ich im Tiefschlaf bin und mich auf ihre Bettdecke legen. Oder so halt irgendwie. Auf Frauchens Kopfpolster habe ich es auch  probiert zu schlafen. Aber nur ein einziges Mal. Lebensgefahr sage ich euch. Danger total!!! Die hätte mich doch in ihrem unruhigen Schlaf fast erschlagen. Mein großes Herrchen kann davon auch ein Lied singen. Der hat schon öfters nächtens eine abbekommen. Der Arme wußte gar nicht wie ihm geschah. Frauchen bekommt das allerdings gar nicht mit – sagt halt sie. Wenn Herrchen sie dann am nächsten Morgen darauf anspricht, sagt die doch glatt: „Ah geh, das hast du doch sicherlich geträumt. Das würde ich doch merken!“ Na auch egal.
Lenny hat sein Riesenkörbchen – ist polsterartig – neben Herrchens Bettseite. Manchmal allerdings mache ich mich in der Nacht auf den Weg ins Wohnzimmer. Dort richte ich die Pölster auf der Couch zu einem netten Schlaflager und schlafe dann dort. Meine Zweibeiner würden das, bei meinem edlen und leisen Gang, ja gar nicht bemerken, würde Lenny dann nicht Herrchen wecken. Der (Lenny) denkt halt immer, dass ich einen Aufpasser brauche, der nachschaut ob mit mir eh alles in Ordnung ist. Anfangs wußte Herrchen ja gar nicht, warum Lenny jammernd neben seinem Bett saß und ihn mit seiner Pfote piesackte. Bis Lenny dann aufstand und sich auf den Weg ins Wohnzimmer machte. Dann ist Herrchen natürlich dahinter nach. DER dachte allerdings, dass Lenny raus muß und wunderte sich, warum unser Riesenbaby ins Wohnzimmer marschierte. Erst als er dann vor der Couch stehen blieb, bemerkte Herrchen mich. Jetzt sagt er immer nur: „Lenny, ist alles ok mit George. Du kannst weiterschlafen.“
Vor einigen Tagen war es wieder soweit. Ich machte mich, in der Nacht, auf ins Wohnzimmer. Nicht einmal Lenny merkte etwas. So gegen 2.30 Uhr, weckte mich ein Geräusch. Also musste ich bellen. Frauchen wurde wach und ging  nachsehen, was eigentlich los ist. Sie machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer, ohne Licht einzuschalten. Dazu muß ich allerdings erwähnen, dass am Gang und auch im Wohnzimmer, immer irgendein Lichtschein leuchtet und man so halbwegs sieht.
Frauchen, die aber tagsüber Kontaktlinsen trägt und in der Nacht zu faul ist ihre Augengläser aufzusetzen, tut sich da natürlich etwas schwerer.
Na jedenfalls kommt sie ins Wohnzimmer und steuert auf das Fenster zu. Am Fensterbrett ist nämlich einer meiner Lieblingsplätze. Und da in der Nacht ein Rollladen immer nur halb herunten ist, damit man zur Einfahrt und auf die Gasse sehen kann, habe ich auch nachts die Kontrolle. Am Fensterbrett stehen im Moment einige Blumentöpfe mehr als sonst. Draußen ist es noch zu kalt für die. Ich liege brav auf der Couch und beobachte Frauchen. Kurz vor dem Fensterbrett bleibt sie stehen und spricht Richtung Blumentopf. „Was ist denn los George? Ist doch alles ok. Komm, wir gehen wieder ins Schlafzimmer.“ Da wird es mir dann aber zu bunt. DIE verwechselt mich doch glatt mit so einer komischen Topfpflanze und spricht mit der. Würde ja nur noch fehlen, dass sie DER vielleicht über die Blätter streichelt. Also wirklich. Ich springe von der Couch und laufe Richtung Frauchen. Der schlecke ich dann mal kurz über die Kniekehlen, damit sie endlich merkt, dass dort nicht ich sitze, sondern ein Blumentopf steht. Damit hat sie natürlich nicht gerechnet und erschrickt ganz ordentlich. Sie stürzt sie zum Lichtschalter und macht endlich Licht. Dann kam ihr die Erläuchtung – im doppelten Sinn. „George, du treibst mich noch in den Wahnsinn. Jetzt rede ich schon mit dem Blumentopf. Ab ins Körbchen, aber dalli mein Freund!“ Also trotteten wir beide wieder zurück ins Schlafzimmer. Mein großes Herrchen, der immer erwähnt welch leichten Schlaf er hätte, bekam von der ganzen Aktion gar nichts mit. Am nächsten Morgen, als Frauchen  ins Wohnzimmer kam und die Blumen auf der Fensterbank stehen sah, musste sie allerdings sehr lachen. „Ich sag nicht ohne Grund, wir sind ein Irrenhaus“, meint Frauchen zu mir. Und Herrchen? Der kennt sich wiedermal überhaupt nicht aus warum Frauchen lacht und denkt, wir drehen schon ganz durch…..

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