Unsere Familie

Meine Familie besteht aus 4 Zweibeinern.  Ich fange mal beim Wichtigsten an.

 

Das ist mein großes Herrl. Groß, einfach weil er der  Älteste ist und Wichtigster, weil er mein Fressen finanziert. Günter, so heißt er, war anfangs sogar etwas beleidigt, wenn ich ihn beim Heimkommen nach seinem Arbeitstag ignoriert habe. „Musst mich eh nicht begrüßen, ich bin ja nur der, der dein Fressen finanziert“, hat er dann meistens gemeint. Aber es hat nicht lange gedauert und dann hab ich ihn halt auch gebührend empfangen. Kost` ja nix.

 

Mein mittleres Herrl heißt Christian und er ist 22 Jahre. Der ist ganz o.k. Allerdings ist es bei ihm in seinem Zimmer immer so aufgeräumt, dass ich fast nichts anstellen kann. Da hab ich mich anfangs dann so gelangweilt, dass ich in sein Bett gepinkelt habe! Jetzt darf ich nur noch unter Aufsicht rein – aber wie gesagt, da ist es eh nur langweilig.

 

Ganz anders ist es da bei meinem jüngsten Herrl, dem Florian. Er ist 20 Jahre alt. Da er seinen Papierkorb zum Mistkübel umfunktioniert hat, gibt es da immer allerlei zu schnüffeln und wühlen. Allerdings mag er es gar nicht, wenn ich meine Beute dann auf seinem Bett zerlege. Auch irgendwie kleinlich. Dabei versteck ich manchmal meine Belohnungsstangerln extra bei ihm im Bett, so großes Vertrauen habe ich zu ihm. Aber irgendwie weiß er es nicht zu würdigen.

 

Susi heißt mein Frauerl. Mit ihr verbringe ich den ganzen Tag. Fast immer darf ich mit zum Einkaufen. Da gehen wir dann vorher eine kleine Runde und wenn ich nicht ins Geschäft rein darf, dann pass ich brav auf unser Auto auf. Bis auf einige wenige Ausnahmen ist die eh in Ordnung. Mittlerweile kriegt sie auch nicht mehr so eine große Krise, wenn ich im Sommer, gleich nach dem Gartenbiotopgoldfischspielen und fauliger Seerosenblätterverkleidung ins Haus laufe.